Die Leiden des jungen Werther
2023/24 Landestheater Coburg
„Für die junge Regisseurin Lilian Prent sind Werthers Leiden vielmehr eine im Kern höchst aktuelle Geschichte. […] Sie überwindet aber die zweieinhalb Jahrhunderte an zeitlichem Abstand durch einen schlüssigen dramaturgischen Kniff.
Denn in dieser „Werther“-Fassung bemächtigt sich ein Herausgeber der Briefe skrupellos des darin beschriebenen Dramas einer jungen Seele. Dieser Werther ist in dieser Deutung eine in der Welt von Anfang an verlorene Seele. [...]
Vor allem aber überzeugt Lilian Prents Regie durch die Genauigkeit, mit der sie von der ersten Szene an einen konsequent umgesetzten Stil findet. Sie verbindet präzise Stilisierung mit einer bohrenden Intensität des Ausdrucks, die durch ironische Brechungen immer wieder in Balance gehalten wird. „Werther“ in der Coburger Reithalle – ein gelungener Start in die neue Schauspielsaison, der hohe Erwartungen weckt.“
Coburger Tageblatt
„Denn nachhaltig ist dieser Theaterabend; er ist einer von jenen, die das Zeug haben, in der Erinnerung zu bleiben, dank ihres Zaubers, ihrer Kraft und ihrer Frische. [...] Lilian Prent hat ihre vor Ideenreichtum und jugendfrischer Energie strotzende Inszenierung im Griff, kontrolliert lässt sie Werthers Seele implodieren auf dem weißen Bühnenrund, das zur Zentrifuge der Gefühle wird.“
Neue Presse Coburg
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